Innere Pferdemedizin

Hernien beim Pferd

Was sind eigentlich Hernien beim Pferd?

Man unterscheidet äußere und innere Hernien. Eine äußere Hernie ist eine Verlagerung der Eingeweide aus der Bauchhöhle. Die inne Hernie ist gekennzeichnet durch eine Verlagerung durch angeborene oder erworbene Öffnungen innerhalb der Bauchhöhle. Hernien beim Pferd sind also durchaus Ernst zu nehmen.

Die größte Gefahr bei einer inneren Hernie ist die Darmverlagerung. Eingeklemmte Teile des vorverlagerten Darmteiles können zu Durchblutungsstörungen führen. Die dabei betroffenen Gefäße im Darmgewebe können geschädigt werden. Oftmals kommt es auch zu Koliksymptomatiken.

Eine angeborene äußere indirekte Hernie ist ab der 3. Lebenswoche erkennbar. Die Veranlagung zum sogenannten Nabelbruch ist erblich, nur in seltenen Fällen traumatisch bedingt. Meist sind solche äußeren Hernien reponierbar, das heißt, man kann sie zurückdrücken.

Eine chirurgische Behandlung ist erst ab 8 – 10 Monaten möglich.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihr Pferd bei der Diagnose „Hernie“ operativ behandelt werden soll, fragen Sie Ihren Tierarzt des Vertrauens. Gerade bei Koliken kann eine innere Hernie vorliegen. Und die sollte schnellstmöglich operiert werden.